ÖDP „super-erfolgreich“ bei Kommunalwahlen

Zahl der Mandate von 300 auf 380 gestiegen!

Die ÖDP hat bei der Kommunalwahl am 16. März in Bayern 380 Mandate in kreisfreien Städten, Landkreisen, kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie den Münchner Bezirksausschüssen gewonnen. 2008 waren es noch 300 Mandate über ÖDP-Listen bzw. Listen mit ÖDP-Beteiligung. "Dieser Erfolg motiviert uns und belohnt auch unsere Mandatsträger für ihren ehrenamtlichen Einsatz vor Ort. Der Landesvorstand gratuliert allen erstmals und erneut gewählten ÖDP-Kommunalpolitikern", sagte stellvertretende Landesvorsitzende Agnes Becker. Es sei eindeutig, "dass die größeren Parteien Federn lassen mussten. Das motiviert uns für die Europawahl, wo es erstmals keine %-Hürde gibt", so Becker.

Traditionell hat die ÖDP Bayern in den ländlichen Regionen und Mittelstädten die besten Wahlergebnisse. Bei der Wahl am 16. März konnte sie jedoch auch in den Großstädten mehr denn je punkten: In München und Nürnberg konnte die ÖDP die Zahl ihrer Sitze verdoppeln. Jeweils zwei ÖDP-Stadträte haben dort künftig Sitz und Stimme. In Würzburg ist die ÖDP aus dem Stand mit zwei Mandaten in den Stadtrat eingezogen. In Aschaffenburg und Augsburg ist die ÖDP als neue Liste mit jeweils einem Mandat drin, in Regensburg haben die Wähler die ÖDP wie bisher mit drei und in Ingolstadt wie bisher mit zwei Sitzen bestätigt.

"Mehr Stimmen als der CSU-Generalsekretär!"

Die Liste der erfolgreichen mittleren kreisfreien Städte führt nach wie vor Passau an, wo die ÖDP den 2. Bürgermeister stellt und auch bei dieser Wahl mit knapp 14 Prozent wieder drittstärkste Partei wurde. Spitzenkandidat Urban Mangold wurde bei der Stadtratswahl Stimmenkönig gleich hinter dem Oberbürgermeister und überholte bei den Stadtratsstimmen sogar CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und alle Abgeordneten. Gute Ergebnisse erreichte die ÖDP auch in den kreisfreien Städten Memmingen (13,1%), Straubing (9,3%) und Ansbach (8,3%) und Kempten (6,6%).

Zu den TOP 5 bei den kreisangehörigen Gemeinden gehören Emskirchen im Landkreis Neustadt/Aisch (26,1%), Wildenberg im Landkreis Kelheim (24,6%), Murnau im Landkreis GAP (22,5%), Niederalteich im Landkreis Deggendorf (20,1%) und Pfreimd im Landkreis Schwandorf mit 19 Prozent.

Die fünf Spitzenreiter bei den Kreistagswahlen sind Rottal-Inn mit 11,8%, Straubing-Bogen mit 9,4%, Dingolfing-Landau mit 9,3%, Garmisch-Partenkirchen mit 7%, Kelheim und Weilheim-Schongau mit jeweils 6,7 Prozent.

Ein grandioses Ergebnis fuhr ÖDP-Bürgermeister Waldemar Bug aus dem unterfränkischen Burkardroth ein: Ohne Gegenkandidat erhielt er mehr als 95 Prozent der Stimmen. Das ÖDP-Mitglied Anita Bogner wurde in Rain (Landkreis Straubing-Bogen) im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterin gewählt. Mehrere ÖDP-Bürgermeisterkandidaten kamen in die Stichwahl (Ergebnis bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt: Murnau (Garmisch-Partenkirchen): Rolf Beuting; Geltendorf (Landsberg-Lech): Robert Sedlmayr; Emskirchen (Neustadt-Aisch): Harald Kempe; Pfreimd (Schwandorf): Hubert Betz (parteifrei, ÖDP-Liste); Tutzing (Starnberg): Rudolf Krug. In der kreisfreien Stadt Ansbach ist außerdem die parteilose Oberbürgermeisterin Carda Seidel in der Stichwahl, die von BAP und ÖDP unterstützt wird.

Die ausführliche Liste aller gewonnenen Mandate finden Sie hier


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