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ÖDP Kreisverband NEW-WEN-TIR fordert: Mehr Moor wagen!

Auch in Tirschenreuth bewegt sich ohne Druck von außen beim Klimaschutz nichts

Tirschenreuth. Der ÖDP Kreisverband Neustadt-Weiden-Tirschenreuth sieht sich in seiner Forderung nach einer Renaturierung und Erhaltung der Moore vom Obersten Bayerischen Rechnungshof bestätigt. Dieser rügte, dass die Staatsregierung zwar Mittel für Moorschutz bereitstelle, jedoch weder konkrete Zielsetzungen noch Schwerpunkte noch Zeitpläne ausweise. „Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass man die CSU/FW-Staatsregierung im Kampf gegen Klimaüberhitzung und Artensterben zum Jagen tragen muss. Ohne Druck von außen geht nichts voran“, sagte Kreisverbandsvorsitzender Christian Wallmeyer am Freitag.

Moore in intaktem Feuchtezustand sind wertvolle Naturlebensräume und dienen dem Hoch- und Grundwasserschutz. Zudem entnehmen sie der Atmosphäre CO2 und speichern es dauerhaft. In Bayern gibt es insgesamt 221.000 ha Moore, davon 189.000 ha in Privateigentum. Würden alle bayerischen Moorflächen renaturiert werden, ließen sich jährlich laut Studien bis zu 5 Millionen Tonnen Emissionen von Treibhausgasen vermeiden, schreibt der ORH in seiner „Beratenden Äußerung“. 

Christian Wallmeyer fordert im Namen des Kreisverbandes, „mehr Moor zu wagen“. Auch in Tirschenreuth ist das Moor am Engelmannsholz in Gefahr. Denn durch eine mögliche gewerbliche Erschließung und Versiegelung wird die bisherige Wasserzuführung durch den Wald unterbrochen. Wer ernsthaft glaubt, dass das Moor durch die Gewerbeansiedlung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, ist hier im wahrsten Sinne des Wortes auf dem "Holzweg". Daher sind Alternativen für das Gebiet am Engelmannsholz unumgänglich, die ÖDP unterstützt den Aktivkreis Engelmannsholz entsprechend. Derzeit läuft ein wissenschaftliches Monitoring zur Artenvielfalt, das vom Volksbegehren-Bündnis in Auftrag gegeben wurde und die Wirksamkeit staatlichen Handelns überprüfen soll.

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