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Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2030 ist möglich

Klimaexperte Dr. Michael Stöhr stellt das ÖDP-Konzept vor, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen.

Referent Dr. Michael Stöhr bei seinem Vortrag im Regensburger Spitalgarten

Im Anschluss an die Kreishauptversammlung am 19.5.2022 in Regensburg lud der Verband um 20:00 Uhr zum öffentlichen Vortrag mit Diskussion in den Spitalgarten, Regensburg unter dem Titel: „Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2030“ ein.  Der Referent Dr. Michael Stöhr ist Landesbeauftragter für Klimaschutz der ÖDP Bayern, Beisitzer im Bundesarbeitskreis Klima- und Umweltschutz, Verkehr und Energie (KUVE) und für diesen auch entsandtes Mitglied der Bundesprogrammkommission.

Die ÖDP nimmt die Bedrohung durch den menschengemachten Klimawandel sehr ernst. Darum strebt sie ein klimaneutrales Deutschland und 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2030 an. Dr. Stöhr zeigte auf, wie dringend gehandelt werden muss, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden, und wie eine Versorgung zu 100% aus erneuerbaren Energien aussehen kann.

Der zentrale Baustein ist die günstige und flächeneffiziente Stromerzeugung mit Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Wenn beide ungefähr die gleiche installierte Leistung haben, ergänzen sie sich optimal im Tages- und Jahresverlauf. Dann werden die wenigsten Batterien und Wasserstoff benötigt, um Schwankungen auszugleichen. Was in Bayern noch fehlt, sind vor allem Windkraftanlagen. Sie lassen sich auf 4,5% der Landesfläche in bestem Einklang mit Anwohner-, Arten-, Natur- und Landschaftsschutz errichten. Damit dies geschieht, muss die von der CSU eingeführte 10H-Regel weg. Weitere Beiträge zur Energieversorgung können in Bayern vor allem die Geothermie und Holzreststoffe leisten.

Das ÖDP-Konzept zeichnet aus, dass nicht einfach im bisherigen Umfang weiter Energie verbraucht werden soll. Mit besserer Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit; mit mehr Fuß- und Radverkehr, sowie öffentlichen Verkehrsmittel; mit langlebigen, reparaturfreundlichen Produkten und Kreislaufwirtschaft; und mit sanierten Gebäuden und energieeffizienten Geräten kann der Energiebedarf deutlich reduziert werden. Dann werden auch weniger Photovoltaik- und Windkraftanlagen benötigt und eine 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2030 ist möglich.

Die ausführliche Diskussion im Anschluss war lebhaft und vielseitig, sowohl spezifische Fragen aus dem zum Teil mit Fachleuten besetzten Publikum, als auch ganz praktische Fragen zur Umstellung auf erneuerbare Energien im privaten Haushalt konnten mit dem Referenten diskutiert und geklärt werden.

Der ÖDP Kreisverband Regensburg Land dankt dem Referenten für den spannenden und informativen Vortrag.

Linktipps zum Thema  auf den Seiten der ÖDP:

https://www.oedp-bayern.de/fileadmin/user_upload/landesverbaende/lv-bayern/programm/Positionspapier-Klimaschutz.pdf

https://oedp-muenchen.de/veranstaltung/oedp-online-vortrag-michael-stoehr-31-01-22/

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